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ADFC-Gruppe Saarbrücken

Radverkehrspolitischer Forderungskatalog des ADFC Saarbrücken

Radverkehr leistet einen wichtigen Beitrag zu einer zukunftsfähigen Stadtentwicklung und dient in signifikantem Maß der Erreichung von Klima- und Umweltzielen. Der ADFC Saarbrücken hat deshalb einen Forderungskatalog erarbeitet, der einerseits über tagesaktuelle Maßnahmen hinausgeht, sich andererseits an einer mittelfristigen Umsetzbarkeit orientiert. Der Katalog richtet sich aus an den mit starker Bürgerbeteiligung erarbeiteten Zielen und Maßnahmen des mit großer Mehrheit im Stadtrat verabschiedeten Verkehrsentwicklungsplans (VEP), enthält jedoch auch einige zusätzliche, neue Elemente. Hauptziel der Forderungen des ADFC für Saarbrücken ist die mittelfristige Erhöhung des Radverkehrsanteils auf mindestens 12%. Der Vergleich mit anderen Großstädten mit ähnlicher Topographie zeigt, welches große Potenzial der Radverkehr auch in Saarbrücken besitzt. Dieses Potenzial kann aber nur ausgeschöpft werden, wenn die Landeshauptstadt ihre Bemühungen in Sachen Radverkehrsförderung umgehend und entscheidend intensiviert. Schwerpunkt sollte die Schaffung eines lückenlosen Netzes an Hauptrouten und die Erhöhung der Verkehrssicherheit (nicht nur) für Radfahrerinnen und Radfahrer sein, vor allem im Umfeld der Schulen.

Verkehrswende, Umsetzung des Verkehrsentwicklungsplans, sicheres Radfahren für alle

1. Saarbrücken braucht eine Verkehrswende, Saarbrücken braucht eine konsequente und kontinuierliche Verfolgung der Ziele des Verkehrsentwicklungsplans (VEP) und Saarbrücken braucht insbesondere die Umsetzung der im VEP vorgesehenen Radverkehrsmaßnahmen.

2. Dazu bedarf es einer angemessenen Finanzierung und ausreichenden Personals.

3. Die Maßnahmen sollen an den Bedürfnissen ALLER Radfahrerinnen und Radfahrer (sicherer und unsicherer, junger wie alter) ausgerichtet werden. Dazu müssen ggf. auch parallele Wegeführungen geschaffen werden.

4. Priorität hat die Erhöhung der Verkehrssicherheit, insbesondere an Schulen. Objektive Sicherheit alleine reicht jedoch nicht aus, die Sicherheitsgewinne müssen von den Radfahrerinnen und Radfahrern auch tatsächlich als solche empfunden werden.

Lückenlose Hauptrouten, Abstellanlagen, größerer Komfort und Barrierefreiheit

5. Wichtigste Infrastrukturmaßnahme ist und bleibt die Schaffung eines LÜCKENLOSEN Netzes an Hauptrouten für den Radverkehr.

6. Das Angebot an Abstellanlagen sollte verdichtet und qualitativ verbessert werden.

7. Die Radverkehrsinfrastruktur soll höheren Komfort bieten und zügige(re)s Vorankommen ermöglichen. Dazu gehören z.B. Bordsteinabsenkungen, fahrradfreundliche Ampel-schaltungen, die Vermeidung von Barrieren und die Freigabe weiterer Einbahnstraßen.

Service für den Radverkehr

8. Die Fahrradmitnahme im ÖPNV (Mehrzweckstellplätze in Bussen und Bahn) bleibt verbesserungsbedürftig.

9. Die Pflege der Infrastruktur muss zeitnah und ganzjährig erfolgen.

10. Bei der Einrichtung von Baustellen soll deren fahrradfreundliche Gestaltung stets berücksichtigt und konsequent umgesetzt werden.

11. Wirksame Maßnahmen gegen das Zuparken von Rad- und Fußwegen bleiben das Gebot der Stunde.

12. Angedacht werden sollte die Einrichtung einer öffentlichen Fahrrad-Service-Einrichtung am Hauptbahnhof.

Information und Kommunikation rund ums Fahrrad

13. Der Ausbau der fahrradbezogenen Kommunikation, insbesondere auch die Unterstützung bestehender Werbekampagnen und Mitmach-Aktionen, ist unabdingbar notwendig für eine Steigerung des Radverkehrsanteils.

14. Die Bürgerbeteiligung an der Radverkehrsplanung sollte weiter ausgebaut werden.

Die ausführliche Version des Forderungskatalogs ist hier nachzulesen.