Nav Ansichtssuche

Navigation

Ortsgruppe Saarbrücken

ADFC fordert den Ausbau fahrradfreundlicher Strukturen an der Universität

Die aktuelle Auseinandersetzung um die Gebührenpflicht der Parkplätze in den neuen Parkdecks der Saarbrücker Uni nimmt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) zum Anlass, auf die immer noch mangelhafte Verkehrssituation für Radfahrer im Umfeld des Uni-Campus hinzuweisen.
(Presseerklärung vom 26.06.2008)

So endet der 2004 errichtete Radweg entlang des Stuhlsatzenhausweges unvermittelt in der Höhe der Mensa. Auch die Querungsmöglichkeiten für Radfahrer innerhalb des Campusses ähneln häufig mehr einem Spießrutenlaufen durch Parkplätze hindurch und um Schranken und Absperrgitter herum als einer angemessenen Verbindung. Vernünftige Radabstellanlagen, also überdacht und keine „Felgenkiller“, sind zudem auf dem Campus rar gesät, von arbeitsplatztnahen Duschmöglichkeiten und Spinden für Bedienstete und Studierende ganz zu schweigen. „Dabei hat sich die Uni den autoarmen Campus erklärtermaßen zum Ziel gesetzt. Dafür reicht es aber nicht, die sowohl in der Anschaffung wie im Unterhalt horrend teuren Parkdecks zu errichten,“, so ADFC-Sprecher Jan Messerschmidt. Enttäuscht ist der ADFC auch von der mangelnden Bereitschaft der Studierenden, aufs Auto zu verzichten. Statt dessen wird quer durch alle politischen Gruppen für die Wiederabschaffung der Parkgebühren gekämpft, obwohl diese nur von solchen Studenten aus dem engeren Einzugsgebiet der Uni erhoben werden. „Die konstruktive Lenkungswirkung der Gebühren wird von den Campuspolitikern anscheinend übersehen“, mutmaßt der ADFC. Sie reiche alleine aber auch nicht aus, um die Leute zum Umstieg auf ökologischere Verkehrsmittel wie das Fahrrad zu bewegen. Dazu sei es vielmehr erforderlich, in ausreichendem Maße entsprechende Strukturen zu schaffen. „Diese sind zukunftsorientierter und kommen die Uni und das Land letztlich auch viel günstiger, als noch ein weiteres Parkdeck zu errichten, das dem Vernehmen nach schon fest in der Planung sei“, so Messerschmidt, der abschließend – der Uni-Verwaltung wie den Studentischen Vertretern – anbietet, dass der ADFC bei Planung und Umsetzung von entsprechenden Maßnahmen gerne unterstützend tätig wird.