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Ortsgruppe Saarbrücken

ADFC begrüßt Fahrradboxen am Saarbrücker Hauptbahnhof

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) freut sich mit Bahn, Stadt und Land über die neuen Fahrradboxen, die am Saarbrücker Hauptbahnhof am 17. Juli 2008 ihrer Bestimmung übergeben worden sind. Die Boxen sind gedacht für Pendler, die z.B. mit dem Zug nach Saarbrücken fahren und vom Bahnhof aus ihre Arbeits- oder Ausbildungsstelle mit dem Rad erreichen wollen.
(Presseerklärung des ADFC vom 16.07.2008)

Die Benutzer der Boxen können für eine günstige monatliche Gebühr ihr umweltfreundliches Transportmittel sicher verwahrt wissen, insbesondere während der Nacht.

Der jetzigen Installation ist ein jahrelanges zähes Ringen vorausgegangen. Schon im Jahre 2005 hatte auf Initiative des Saarbrücker ADFC hin das Land seine Finanzierungszusage gegeben. In anderen saarländischen Städten wie Dillingen und Homburg steht hingegen bereits seit langem dieses wichtige Instrument zur Förderung des Umweltverbundes zur Verfügung, wie der Experte die Verknüpfung umweltfreundlicher Fortbewegungsarten (ÖPNV – öffentlicher Personennahverkehr, Zu-Fuß-Gehen und Radverkehr) nennt. Dabei ist der Anteil des Radverkehrs mit 2-3% in Saarbrücken nach wie vor viel zu gering, nicht nur unter ökologischen, sondern auch unter wirtschaftlichen Aspekten. Hier sind alle Verantwortlichen aufgefordert, ihre Hausaufgaben zu machen, damit dieser Anteil – endlich – zumindest auf 10% gebracht wird, was als deutschlandweiter Durchschnitt gilt.Auch sonst verzeichnet der ADFC im Bereich des Hauptbahnhofes noch offene „Baustellen“: so wurde Mitte 2007 versprochen, daß es spätestens bis Ende jenen Jahres vernünftige Radabstellanlagen am neuen Nordeingang geben wird – zu sehen ist davon bis heute nichts, so dass die Radfahrer weiter gezwungen sind, ihre Transportmittel „wild“ zu parken. Auch die Erreichbarkeit des Bahnhofes mit dem Rad ließe sich schon mit einfachen Maßnahmen wirkungsvoll verbessern – aber dazu fehlt anscheinend immer noch der politische Wille. „Wenn nur 10% der Mittel, die die Stadt in Anlagen für den Autoverkehr investiert, für den Radverkehr ausgegeben würden, könnte Saarbrücken binnen weniger Jahre mit einer Top-Infrastruktur aufwarten und damit nicht nur den Radverkehrsanteil, sondern auch seine Lebensqualität für alle Bürger wirkungsvoll steigern.“, so ADFC-Sprecher Jan Messerschmidt. „Andere Städte wie z.B. Freiburg zeigen, daß dies möglich ist und man so auch den demographisch bedingten Einwohnerschwund sogar rumdrehen kann“, so Messerschmidt abschließend als Wink mit dem Zaunpfahl für die Stadtmütter und -väter, die trotz gegenteiliger Beteuerungen und wider jede Vernunft anscheinend schon seit Jahren einen Anteil von 0% für angemessen hielten, da sie den Radverkehrsetat komplett aus dem städtischen Haushalt gestrichen hätten.

Anfragen zu den Fahrradboxen im Saarbrücker Hauptbahnhof:
0681/308-2229 (Hr. Graf) bzw.
0681/308-2228 (Hr. Schaal)