Nav Ansichtssuche

Navigation

Ortsgruppe Saarbrücken

Zugeparkte Komfortroute Willi-Graf-Ufer

Der ADFC beklagt, dass häufiges Falschparken am Willi-Graf-Ufer in Saarbrücken den Radverkehr behindert und sogar gefährdet. Die Stadt müsse intensiver nach Lösungen für das Problem suchen. Das Willi-Graf-Ufer ist ein Teilabschnitt des rechten Saar-Uferwegs und eine der wichtigsten Radrouten durch die Landeshauptstadt.

Weiterlesen...

Verkehrspolitischer Forderungskatalog des ADFC Saarbrücken

Verkehrspolitischer Forderungskatalog des ADFC Saarbrücken

 

Langfassung, Stand: 26. Februar 2018

 

Radverkehr leistet einen wichtigen Beitrag zu einer zukunftsfähigen Stadtentwicklung und dient in signifikantem Maß der Erreichung von Klima- und Umweltzielen. Hauptziel der Forderungen des ADFC für Saarbrücken ist deshalb die mittelfristige Erhöhung des Radverkehrsanteils von derzeit etwa 4% auf mindestens 12%. Der Vergleich mit anderen Städten mit ähnlicher Topographie zeigt, welches große Potenzial der Radverkehr auch in Saarbrücken besitzt. Dieses Potenzial kann aber nur ausgeschöpft werden, wenn die Landeshauptstadt ihre Bemühungen in Sachen Radverkehrsförderung umgehend und entscheidend intensiviert.

 

Verkehrswende, Umsetzung des Verkehrsentwicklungsplans, sicheres Radfahren für alle

 

1.    Saarbrücken braucht die Verkehrswende, Saarbrücken braucht die konsequente und kontinuierliche Verfolgung der Ziele seines Verkehrsentwicklungsplans (VEP) und Saarbrücken braucht die Umsetzung der in seinem VEP vorgesehenen Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs.

Erfolgreiche, attraktive Städte zeichnen sich durch hohe Lebensqualität aus. Solche Städte sind gekennzeichnet durch eine hohe Nutzung von ÖPNV und Fahrrad, und nicht – wie Saarbrücken – durch eine überwiegende Präsenz des motorisierten Individualverkehrs. Letzterer beraubt die Stadt wertvoller innerstädtischer Flächen (Beispiel: Beethovenplatz), verursacht Lärm und Feinstaub, schlägt Schneisen in die Stadt (Beispiel: Stadtautobahn) und belastet die städtischen Haushalte. Radverkehr vermeidet oder minimiert bekanntlich alle diese Probleme und die Erhöhung des Radverkehrsanteils leistet deshalb einen wichtigen, und vor allem sehr kostengünstigen, Beitrag zu einer zukunftsfähigen Stadtentwicklung. Der Ende 2016 mit großer Mehrheit vom Stadtrat verabschiedete Verkehrsentwicklungsplan enthält umfassende Maßnahmen, die insbesondere zu einer Verlagerung hin zu den Verkehrsmitteln des Umweltverbundes führen sollen. Diese Maßnahmen sollten nun zügig priorisiert, ihre Finanzierung sichergestellt und ein Plan zur Umsetzung entwickelt werden. Dies gilt insbesondere für die im VEP zur Förderung des Radverkehrs vorgesehenen Maßnahmen, denn im Saarbrücker Radverkehr harren wegen des im Bundesvergleich rekordverdächtig niedrigen Anteils besonders große Potenziale ihrer Hebung.

2.       Dazu bedarf es einer angemessenen Finanzierung und ausreichenden Personals.

Obwohl jeder für den Radverkehr ausgegebene Euro langfristig an anderer Stelle wieder eingespart wird und obwohl Radverkehr so kostengünstig realisierbar ist wie sonst kaum eine Verkehrsart, ist er zunächst einmal nicht umsonst zu haben. Die Kosten können dabei auch dadurch reduziert werden, dass z.B. bei allen Umbau-, Markierungs- und Deckenerneuerungsmaßnahmen der Radverkehr mitberücksichtigt wird. Zudem entlastet der verstärkte Zugriff auf Fördermittel des Bundes und des Landes die Stadtkasse. Da Radverkehrsförderung nicht beim Bau von Infrastruktur stehenbleiben darf, sondern auch auf verbesserten Service sowie Information und Kommunikation gesetzt werden muss, ist ein gut abgestimmtes Handeln der Akteure auf der Verwaltungsebene in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen äußerst wichtig. Der Funktion des/der Radverkehrsbeauftragten ist dabei von zentraler Bedeutung. 

3.       Die Maßnahmen sollen an den Bedürfnissen ALLER Radfahrerinnen und Radfahrer ausgerichtet werden.

Soll das im VEP gesteckte Ziel einer Verdreifachung (!) des Radverkehrsanteils auf 10 bis 12% erreicht werden, dürfen sich die ergriffenen Maßnahmen nicht nur an den wenigen Prozent sicherer und furchtloser Radfahrer*innen orientieren, die schon jetzt, unter teils schwierigen Bedingungen, mit dem Rad unterwegs sind. Es gilt, in sehr starkem Maße AUCH Kinder, Jugendliche und ältere Menschen in ihren Ansprüchen an sichere Wege in den Blick zu nehmen. Dies ist ein Grundsatz, dem gerade in einer Großstadt, die trotz aller möglich erscheinenden Erfolge kurz-, aber wahrscheinlich auch mittelfristig erheblichen motorisierten Individualverkehr aufweisen wird, großes Gewicht beigemessen werden muss. Konkret bedeutet dies, dass wesentlich stärker als bisher parallele Routenführungen auf verkehrsarmen, temporeduzierten Straßen fahrradfreundlich gestaltet werden müssen (Beispiel: Hohenzollernstraße von der HTW bis zur Wilhelm-Heinrich-Brücke). Duale Radverkehrsführung (Radfahrstreifen oder -schutzstreifen auf der Fahrbahn bei parallel dazu für den Radverkehr freigegebenen Gehwegen) sollte stets angestrebt werden. Der Einsatz von (durch Poller o.ä.) Geschützten Radstreifen (Protected Bike Lanes) soll intensiv geprüft werden, ebenso die Durchführung eines Modellprojekts zu diesem neuen Infrastrukturelement. Die Saarufer-Wege (Leinpfade) als Komfortrouten haben höchste Priorität. Das Willi-Graf-Ufer sollte Fahrradstraße werden. Die Wegelücke zwischen Achter- und Gersweiler Brücke auf der rechten Saarseite (Saarstahl-Gelände) muss endlich geschlossen werden.

Wo Lückenschlüsse und der Durchstich von Engpässen nötig sind und wo Unfallschwerpunkte vorliegen, darf zur Schaffung des nötigen Raums für den Radverkehr der Wegfall von Autospuren und insbesondere -parkplätzen kein Tabu sein.

4.       Priorität hat die Erhöhung der Verkehrssicherheit. Objektive Sicherheit reicht nicht aus, die erzielten Sicherheitsgewinne müssen von den Radfahrerinnen und Radfahrern auch als solche wahrgenommen werden.

Die Unfallzahlen der letzten Jahre weisen für Saarbrücken ein vergleichsweise hohes Risiko für Radfahrer*innen aus, Opfer eines Verkehrsunfalls zu werden. Dem subjektiven Empfinden vieler Radfahrer*innen, dass es in Saarbrücken besonders gefährlich sei, Rad zu fahren, widersprechen die Statistiken damit in keiner Weise. Die Ursachen für die erschreckenden Unfallzahlen dürfen sicherlich als vielfältig (lückenhafte, sehr heterogene Infrastruktur, fehlendes Bewusstsein der Autofahrer für den Radverkehr, starker motorisierter Verkehr, aber auch Fehlverhalten der Radfahrer*innen) angenommen werden.

Die Verkehrssicherheitsforschung verfügt mittlerweile über viele gut abgesicherte Erkenntnisse über den optimierten Einsatz bestimmter Infrastrukturelemente (Radfahrstreifen, Schutzstreifen, kombinierte Geh-Radwege etc.). Diese Erkenntnisse sind in die Planungen einfließen zu lassen.

Gleichzeitig werden immer wieder insbesondere Führungsformen auf der Fahrbahn von vielen Radfahrer*innen, trotz deren regelkonformer Ausführung und nachgewiesener Wirksamkeit, nicht als sicher bzw. sogar als gefährlich wahrgenommen und gemieden (beispielsweise auf der Bismarckbrücke, in der Mainzer Straße oder der St. Johanner Straße). Gegen Bauchgefühl hilft keine Aufklärung – wer sein Leben gefährdet sieht, dessen Gefühl wird nicht durch Statistiken verändert werden. Es gilt deshalb, unter Einbeziehung der Betroffenen Routen zu entwickeln, auf denen objektive und subjektive Sicherheit zur Deckung gebracht werden.

 

Lückenlose Hauptrouten, Abstellanlagen, größere Zügigkeit und Barrierefreiheit

5.     Wichtigste Infrastrukturmaßnahme ist und bleibt die Schaffung eines (ganz wesentlich!) LÜCKENLOSEN Netzes an Hauptrouten für den Radverkehr.

Sicher, zügig und komfortabel befahrbare Hauptrouten in und zwischen den Ortsteilen und zur Innenstadt sind das Rückgrat der Radverkehrsinfrastruktur. Leider weisen alle bisher eingerichteten Routen noch mehr oder weniger große Lücken auf. Oft fühlen sich die Radfahrer*innen plötzlich sich selbst überlassen und gefährdet, weil Radwege überraschend enden. Jede Route ist deshalb nur so gut wie ihr schwächster Abschnitt. Hier gilt es dringend Abhilfe zu schaffen.

6.     Das Angebot an Abstellanlagen sollte verdichtet und qualitativ verbessert werden.

Obwohl in den vergangenen Jahren viele gut nutzbare Abstellanlagen errichtet wurden, besteht nach wie vor großer Bedarf, so z.B. in der Fußgängerzone Bahnhofstraße. Möglichst viele der Abstellanlagen sollten mit einer Überdachung versehen werden. Am Hauptbahnhof und anderen Haltestellen des ÖPNV sollte das bestehende Angebot an mietbaren Fahrradboxen ausgeweitet werden, da die Boxen sehr gut ausgelastet sind. In dichten Wohngebieten sollte in Zusammenarbeit mit interessierten Anwohner*innen die Aufstellung von Fahrradhäuschen im öffentlichen Raum vorangetrieben werden. Die Stadtverwaltung sollte nicht zuletzt versuchen, auch privaten Investoren die Sinnhaftigkeit gut nutzbarer Abstellanlagen zu vermitteln.

7.  Die Radverkehrsinfrastruktur soll höheren Komfort bieten und zügige(re)s Vorankommen ermöglichen.

Das Fahrrad als muskelbetriebenes Verkehrsmittel wird attraktiver, wenn der Fahrkomfort der Wege erhöht wird, Brems- und Anfahrzwänge reduziert und Umwegeanlässe minimiert werden. Deshalb ist es notwendig, systematisch eine Vielzahl eher kleinerer Maßnahmen anzugehen. Hierzu zählen:

-          Gute Oberflächenbeschaffenheit der Wege

-          Bordsteinabsenkungen (in Abstimmung mit den Bedürfnissen von Behinderten)

-          Öffnung von Sackgassen, die für den Radverkehr eigentlich keine sind

-          Weitere Freigabe von Einbahnstraßen

-          Reduzierung der Zahl an Umlaufsperren auf das absolut notwendige Maß, fahrradkompatible Ausgestaltung (gute Umfahrbarkeit der Schranken)

-          Fahrradfreundliche Ampelschaltungen

 

Service für den Radverkehr

8.      Die Fahrradmitnahme im ÖPNV (Mehrzweckstellplätze in Bussen und Bahn) bleibt verbesserungsbedürftig.

Die Mitnahme von Fahrrädern in Zügen hat sich in den letzten Jahren ständig verbessert und ist außer werktags in den Morgenstunden kostenlos, was einen hervorragenden Beitrag zur Verknüpfung der umweltfreundlichen Verkehrsmittel und der Mulitmodalität darstellt. Allerdings besteht großer Bedarf an gut nutzbaren Stellplätzen in Bussen. In jedem Bus sollte ein Mehrzweckstellplatz für Kinderwägen, Rollstühle und Fahrräder vorhanden sein.

9.      Die Pflege der Infrastruktur muss zeitnah und ganzjährig erfolgen.

Radwege müssen zeitnah von Verschmutzungen bereinigt werden. Im Frühjahr und Sommer ist es notwendig, die Breite der Wege durch das Freischneiden sicherzustellen, im Herbst muss, gegebenenfalls mehrfach, die Reinigung von Laub erfolgen ebenso die im Winter von Schnee und Eis. Besonderes Augenmerk sollte nach Überschwemmungen auf die Reinigung der Saaruferwege (Leinpfade) als Hauptrouten des Freizeit- und Alltagsradverkehrs gelegt werden.

10. Bei der Einrichtung von Baustellen soll deren fahrradfreundliche Gestaltung stets berücksichtigt und konsequent umgesetzt werden.

Viele Baustellen können mit geringem Aufwand für den Radverkehr gut passierbar gestaltet werden. Sie können z.B. oft für die Baustelle eingerichtete Einbahnstraßen für den Radverkehr freigegeben werden. Auch Gehwege mit ausreichender Breite können übergangsweise für den Radverkehr freigegeben werden. Dazu sind ggf. Anschrägungen (Asphaltkeile) zu installieren. Bei ggf. notwendiger Sperrung eines Radwegs (für den Radverkehr) ist ein gefährdungsfreies Einfädeln des Radverkehrs in die Fahrspur des motorisierten Verkehrs vorzusehen und für diesen eine Geschwindigkeitsreduzierung anzuordnen.

11.   Wirksame Maßnahmen gegen das Zuparken von Rad- und Fußwegen bleiben das Gebot der Stunde.

Nach wie vor werden zahlreiche Geh- und Radwege und insbesondere Radfahr- und Schutzstreifen als Auto-Parkplätze missbraucht. Dies sorgt immer wieder für gefährliche Situationen, wenn Radfahrer*innen und Fußgänger*innen auf die Fahrbahn oder die Fahrspuren des motorisierten Verkehrs ausweichen müssen. Besonders an Brennpunkten des Falschparkens sollte nach Abschöpfung anderer Gegenmaßnahmen zum Mittel des Abschleppens gegriffen werden.

12.   Angedacht werden sollte die Einrichtung einer öffentlichen Fahrrad-Service-Einrichtung am Hauptbahnhof.

Viele Bedürfnisse, die Radfahrer haben, können durch eine öffentliche Fahrrad-Service-Einrichtung befriedigt werden. Sie können dort ein Leihrad oder touristische Informationen erhalten, ihrem Fahrrad Luft und Öl zuführen, das Rad reparieren, sich in einem Radler-Café treffen und kommunizieren. Optimaler Standort solch einer Fahrrad-Service-Station wäre in zentraler Lage der Hauptbahnhof.

 

Information und Kommunikation rund ums Fahrrad

13. Der Ausbau der fahrradbezogenen Kommunikation, insbesondere auch die Unterstützung bestehender Werbekampagnen und Mitmach-Aktionen, ist unabdingbar notwendig für eine Steigerung des Radverkehrsanteils.

Über viele Jahre wurde mehr oder weniger kontinuierlich die Infrastruktur des Radverkehrs verbessert. Gleichwohl gelang es nicht, durch diese vielen kleinen oder auch größeren Maßnahmen, den Radverkehrsanteil wesentlich zu steigern. Der ADFC sieht einen wesentlichen Grund für dieses Problem darin, dass die Anstrengungen zu einseitig auf den Ausbau der Infrastruktur ausgerichtet waren und im Feld der Information und Kommunikation kaum Aktivitäten verzeichnet werden konnten. Nur wenn auch dieses Feld intensiv bespielt wird, wird sich das Fahrrad-Klima in Saarbrücken positiv verändern lassen. Es muss gelingen, mehr Menschen zum Radfahren zu bewegen. Mehr Radfahrer bewirken, dass Radverkehr sicherer wird.

Mittlerweile steht ein ganzes Bündel an Maßnahmen, Werbekampagnen und Mitmach-aktionen zur Verfügung. Kaum etwas muss neu erfunden werden. So sollte die neue Webseite der Landeshauptstadt zum Thema Radverkehr weiter ausgebaut werden. Die gut etablierten Mitmach-Aktionen „Mit dem Rad zur Arbeit“, „Stadtradeln“ und das „Autofasten“ besetzen das Radfahren positiv und leisten wertvolle Motivationsarbeit. Die Stadtverwaltung sollte sich weiterhin und verstärkt einbringen und unterstützen. Die Rathausspitze (und die Mitglieder der Stadtratsfraktionen) sollten sich als sichtbare Vorbilder mit dem Fahrrad fortbewegen.

14.   Die Bürgerbeteiligung an der Radverkehrsplanung sollte weiter ausgebaut werden.

Radfahrende Bürger*innen sind die besten Evaluatoren für viele Fördermaßnahmen für den Radverkehr und insbesondere die Infrastruktur. Ihre Meinung liefert praxisnahe, kritisch-konstruktive Beiträge für viele Verbesserungen. Zur Einholung dieser Stellungnahmen und Vorschläge bieten sich verschiedene Formate an. So sollte die über das „Stadtradeln“ schaltbare Meldeplattform „Radar“ ganzjährig zugänglich sein. Regelmäßige Planungsradtouren offerieren die Chance, das direkte Gespräch mit Bürger*innen zu führen. Hier werden die Bürger*innen mitgenommen und dazu gebracht, sich und ihre Ideen einzubringen.

Nicht zuletzt sollten sich in regelmäßigen Abständen in der AG Fahrrad alle mit dem Radverkehr befassten Behörden der Stadtverwaltung und die Polizei mit einschlägigen zivilgesellschaftlichen Akteuren wie ADAC-, ADFC- und VCD-Vertreter*innen zusammensetzen, um wichtige Vorhaben der Radverkehrsförderung zu erörtern.

 

 

 

 

 

Radverkehrspolitischer Forderungskatalog des ADFC Saarbrücken

Radverkehr leistet einen wichtigen Beitrag zu einer zukunftsfähigen Stadtentwicklung und dient in signifikantem Maß der Erreichung von Klima- und Umweltzielen. Der ADFC Saarbrücken hat deshalb einen Forderungskatalog erarbeitet, der einerseits über tagesaktuelle Maßnahmen hinausgeht, sich andererseits an einer mittelfristigen Umsetzbarkeit orientiert. Der Katalog richtet sich aus an den mit starker Bürgerbeteiligung erarbeiteten Zielen und Maßnahmen des mit großer Mehrheit im Stadtrat verabschiedeten Verkehrsentwicklungsplans (VEP), enthält jedoch auch einige zusätzliche, neue Elemente. Hauptziel der Forderungen des ADFC für Saarbrücken ist die mittelfristige Erhöhung des Radverkehrsanteils auf mindestens 12%. Der Vergleich mit anderen Großstädten mit ähnlicher Topographie zeigt, welches große Potenzial der Radverkehr auch in Saarbrücken besitzt. Dieses Potenzial kann aber nur ausgeschöpft werden, wenn die Landeshauptstadt ihre Bemühungen in Sachen Radverkehrsförderung umgehend und entscheidend intensiviert. Schwerpunkt sollte die Schaffung eines lückenlosen Netzes an Hauptrouten und die Erhöhung der Verkehrssicherheit (nicht nur) für Radfahrerinnen und Radfahrer sein, vor allem im Umfeld der Schulen.

Weiterlesen...

Dauerbrenner Wilhelm-Heinrich-Brücke

ADFC kritisiert CDU-Stellungnahme gegen Radfahrerstreifen

In die frisch wieder aufgeflammte Diskussion über die Umgestaltung der Wilhelm-Heinrich-Brücke hat sich die Saarbrücker CDU in der "Saarbrücker Zeitung" vom 25./26.11.2017 mit einem energischen Plädoyer gegen Radfahrstreifen auf der Fahrbahn eingebracht. Der ADFC hält in einer Pressemitteilung dagegen. In dieser kritisiert der ADFC, dass dem rechtspolitischen Sprecher der CDU-Stadtratsfraktion, Alexander Keßler, mehrere Fehlinterpretationen der geplanten Maßnahmen unterlaufen seien.

Weiterlesen...