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Ortsgruppe Neunkirchen

Homburger Aktionstag für das Fahrrad

Der 11. Mai stand in Homburg ganz im Zeichen des Fahrrades. Gleich mit mehrere Aktionen zeigten die Radfahrerinnen und Radfahrer der Kreisstadt, dass Handlungsbedarf besteht – aber auch der Spaß kam nicht zu kurz.

Den Auftakt machte um 11 Uhr die Fahrraddemo, zu der das Radelkollektiv saarlandweit aufgerufen hatte: Für guten und sicheren Radverkehr im Saarland sowie für eine Gleichverteilung des Straßenraums für alle Verkehrsteilnehmer. Zeitgleich starteten die Demos in Homburg, Merzig, Saarbrücken, Saarlouis, St. Ingbert, Wadern und Völklingen. In Homburg wurde die Demonstration von der Aktionsgemeinschaft ProFahrrad organisiert (ADFC Homburg, Radelkollektiv und Radlerfreunde Homburg). Trotz widrigen Wetters fanden sich ca. 50 Teilnehmer*innen in Homburg auf dem Christian-Weber-Platz ein, um für sichere Radwege zu demonstrieren. Das Hauptaugenmerk lag auf den Schulwegen und den Verbindungswegen zwischen den Schulen. In einer Rundtour sollte festgestellt werden, inwieweit sich die Situation für Radfahrer*innen im vergangenen Jahr in der Stadt verbessert hat. Die neuralgischen Punkte wie gefährliche Einfahrt für Radfahrer in Kreisel, fehlende Radwege entlang der Schulwege existieren leider unverändert.

Um 13 Uhr startete das von den Homburger GRÜNEN initiierte Bergrennen „Fahrrad gegen Fahrstuhl“ auf den Homburger Schlossberg. Hier stand die sportliche Herausforderung im Vordergrund, wartet doch der Schlossberg mit bis zu 15% Steigung auf! Auf 1.220 Metern waren 88 Höhenmeter allein durch Muskelkraft zu bewältigen. Die Begeisterung der Teilnehmer lässt schon jetzt auf eine Neuauflage des Bergrennens hoffen.

Um 17 Uhr schließlich startete die vom ADFC Homburg organisierte Fahrrad-Demonstration mit 50 „wetterfesten“ Radlern, unter ihnen viele Studierende, vom Bahnhof zum Universitätsklinikum. Sie zielte auf den Berufsverkehr per Rad ab. Demonstriert wurde für die Freigabe der Fussgängerzone für den Fahrradverkehr und die Öffnung der Einbahnstraßen in Gegenrichtung. Es müssen kurze, direkte Wege für Radler durch die Stadt geschaffen werden. Bei der zentralen Kundgebung auf dem historischen Marktplatz waren die Politiker aufgerufen, ihre Vorstellungen zur Verbesserung des Radverkehrs aufzuzeigen. Fraktionsvorsitzende von CDU, Die Linke und der Sprecher von Bündnis90/Die Grünen waren vor Ort und zeigten Verständnis für die Dringlichkeit der Radler-Probleme. Nach der Wahl wird sich zeigen, ob Fahrräder auch in Homburg endlich mehr Platz im Straßenraum bekommen!

Weitere Veranstaltungen sind geplant, um dieser elementaren Forderung Nachdruck zu verleihen!