Nav Ansichtssuche

Navigation

Nachhaltiges Sommerradeln am Gymnasium am Steinwald in Neunkirchen

Burkina Faso und Deutschland im Vergleich an beispielhaften Themen

Zeitraum: Montag, 02.07.2018 bis Mittwoch, 04.07.2018

Das Kooperationsprojekt „Nachhaltiges Sommerradeln“ für Schülerinnen und Schüler der BBVAS-Nachmittagsbetreuung des Gymnasiums am Steinwald in Neunkirchen, wurde gemeinsam durch das Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland NES e.V. und den Allgemeinen Deutschen Fahrradclub Saar ADFC e.V. konzipiert und durchgeführt.

14 SchülerInnen aus Klassenstufe 5-7 (8 Jungen und 6 Mädchen) waren bei den 3 Tagestouren von 9:00 Uhr – 16:00 Uhr beteiligt. Die SchülerInnen wurden täglich von vier Erwachsenen (2 Betreuuer*innen des BBVAS-Teams, einer Tourenleiterin des ADFC und einer Bildungsreferentin des NES) begleitet.

Insgesamt wurden 60 Streckenkilometer und 450 Höhenmeter erradelt.

 

1. Tag 02.07.2018: Nachhaltigkeit und Fahrrad-Sicherheit

Einstieg ins Thema Nachhaltige Mobilität:

- Was bedeutet Nachhaltigkeit?

- Wie sieht Mobilität in Deutschland, Burkina Faso und anderen Ländern aus?

- Wie beweglich bin ich auf dem Rad?

- Was bedeutet Klimawandel? Welche Auswirkungen hat das auf ein Land wie Burkina Faso?

- Wie können wir mit Fahrrad fahren das Klima schützen?

- Wie können wir noch anders das Klima schützen?

Einstieg ins Thema Sicheres Fahrradfahren

Wiederholung der wichtigsten Verkehrsregeln und -schilder

Regeln zum Fahren in der Gruppe

technischer Fahrrad-Check

Ein Geschicklichkeitstraining machte die Gruppe bereit für die erste kleine Radtour am Nachmittag des 02.07.2018. Die Tour führte nach Wellesweiler in den Volkspark und zum Angelweiher und zurück – dabei wurden gleich die ersten Steigungen mit dem Fahrrad erprobt und das Überqueren verkehrsreicher Kreuzungen in einer Großgruppe erlernt (13 km gefahren).

 

2. Tag: 03.07.2018: Wasserkunde:

Einstieg ins Thema Grundbedürfnisse mit Schwerpunkt auf Wasser

Nach einem kurzen interaktiven Einstieg in die Bedeutung von Wasser (einschließlich virtuellem Wasserverbrauch) für uns Menschen mit besonderer Bezugnahme zur Bedeutung von Wasser in einem Sahelland wie Burkina Faso, radelte die Gruppe nach Wellesweiler zum Wasserwerk der KEW-AG. Im Wasserwerk wurde die Gruppe dann durch eine Angestellte der KEB durch das Werk geführt und erfuhr interessante Details zur Wasseraufbereitung, zum Grundwasser rund um Neunkirchen und zum Wasserkreislauf allgemein. Danach ging es weiter zum Fuhrpacher Weiher, an dessen Ufer die Schüler*innen spielen konnten und die vielfältige Bedeutung von Wasser für Mensch, Tier und Natur allgemein erleben durften (Erholungsort, Biotop für Fische und Libellen, Mikroklima....). Zurück ging es durch das Wasserschutzgebiet Kasbruchtal, dessen Waldbestand die Schüler*innen sehr beeindruckt hat. Es wurde während der Radtour sehr deutlich, welch starken Einfluss Luftfeuchtigkeit (am Weiher wie im Wald) auf die Außentemperatur hat und die Bedeutung der natürlichen Klimaanlage „Wald“ wurde dadurch erfahrbar. (18 km gefahren).

 

3. Tag: 04.07.2018: Vielfaltskunde:

Einstieg in Thema Biodiversität

Am dritten Tag des Sommerradelns war das Thema „Biologische Vielfalt“ – Welche Bedeutung haben Insekten für die menschliche Ernährung? Was hat Massengeflügelhaltung in Brasilien mit Biodiversität und Wasserschutz zu tun? Als Positivbeispiel für Biologische Vielfalt im Saarland radelte die Gruppe dann ins Biotop in Homburg-Beeden. Ein Förster erzählte Wissenswertes zum heimischen Wald (verschiedene Baumarten und verschiedene Tierrarten im Biotop) und gab den Schüler*innen die Möglichkeit verschiedene Baumscheiben, Hirsch- und Rehgeweihe, sowie ein Rehbockfell zu berühren. Störche mit Jungen, ein Biber und Wasserbüffel mit ihren Kälbchen begeisterten die Kinder und Erwachsenen. Die Ruhe und die frische Luft entlang des Fahrradweges, waren eine willkommene Abwechslung zu den eher lauten und verkehrsreichen Wegen rund um Neunkirchen. Das drohende Gewitter bewirkte eine flotte Rückfahrt, die jedoch gegen Ende im Kasbruchtal noch durch einen platten Fahrradreifen verlangsamt wurde. Anschaulich erlebten die Schüler*innen so noch einmal wie ein Fahrrad mitten im Wald repariert werden kann – dies vermittelt ein positives Gefühl von Selbstwirksamkeit und Sicherheit. (28 km gefahren).

Insgesamt wurden in diesen drei Tagen rund 60 km gefahren und mehr als 450 Höhenmeter überwunden!

Im Laufe der Tage hatten die Schüler*innen ausreichend Gelegenheit Sicherheit auf dem Fahrrad zu bekommen und zu erleben, welche vielseitigen nachhaltigen Ziele mit dem Fahrrad erreicht werden können. An den jeweiligen Zielen konnten die „Tagesthemen“: Nachhaltige Mobilität, (Virtuelles) Wasser und Biodiversität anschaulich vertieft werden und Anknüpfungen zu Themen des Vortages gefunden werden. Die Schüler*nnen haben eine Vorstellung von nachhaltigem Leben erhalten und konkrete Handlungsoptionen dazu kennengelernt. Trotz der hohen Temperaturen und den vielen Steigungen, waren alle mit Spaß und Elan bei der Sache und haben alle erlebten Pannen in einem guten sozialen Miteinander gemeistert.

Ein erster Weg zu einem friedlichen nachhaltigen Miteinander, wie wir es uns für die gesamte Weltgemeinschaft wünschen war geebnet!