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„Ein wichtiges Zeichen für mehr Klimaschutz“

„Die globale Erwärmung und die Emissionen von Treibhausgasen steigen – mit katastrophalen Folgen für Menschen, Gesellschaften, Tiere und die gesamte Schöpfung“, sagte Katja Göbel, Leiterin des Katholischen Büros im Saarland. Angesichts dieser Entwicklungen sei die Aktion Autofasten eine Möglichkeit, sich als Christ für den Erhalt der Schöpfung zu engagieren.

In einem Bus der Kreisverkehrsbetriebe auf dem Kleinen Markt in Saarlouis warben die beiden großen Kirchen im Saarland zu Beginn der Fastenzeit an Aschermittwoch für die Teilnahme an der diesjährigen Aktion „Autofasten“. Damit trage man nicht nur zur Bewahrung der Schöpfung und zum Klimaschutz bei sagte der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Saar-West, Christian Weyer. „Sondern man tut sich auch selbst etwas Gutes: Im Bus oder Zug hat man Zeit für sich und andere. Auf dem Fahrrad oder zu Fuß ist man an der frischen Luft und kann Gottes schöne Natur genießen“, Autofasten sei also nicht nur nützlich und sinnvoll, sondern steigere auch die Lebensqualität.

Ziel der nunmehr 23. Aktion Autofasten ist es, für vier Wochen vom 4. März bis zum 4. April das eigene Auto stehen zu lassen und Alternativen auszuprobieren: mit dem Bus, der Bahn und dem Fahrrad unterwegs zu sein, oder ein Auto mit vielen anderen zu teilen. „In der Fastenzeit stellen wir gerne lieb gewordene Gewohnheiten auf den Prüfstand. Ein guter Zeitpunkt also, um auch mal auf das eigene Auto zu verzichten und umweltfreundlichere Alternativen auszuprobieren“, sagte der saarländische Umweltminister Reinhold Jost in Saarlouis.  „Ein Versuch, der nachwirken, ein Umdenken auslösen kann.“ Er sei davon überzeugt, dass eine gut gemachte Aktion wie das Autofasten das Potenzial habe, Menschen zu nachhaltigen Verhaltensänderungen zu motivieren.

An der Aktion beteiligen sich in diesem Jahr die Evangelische Kirche im Rheinland und die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau sowie die Bistümer Trier, Mainz, Fulda und das Erzbistum Köln. Bisher haben fast 30.000 Frauen und Männer im Rahmen der Aktion Autofasten versucht, auf ihr Auto zu verzichten.

Partner der Aktion sind Umwelt- und Verkehrsverbände wie der Verkehrsclub Deutschland (VCD) und der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC), aber auch Cambio CarSharing. Unterstützt wird die Aktion vom SaarVV, der wieder 200 Zwei-Wochen-Tickets für das gesamte Netz des Verkehrsverbunds zur Verfügung stellt. Wer sich bis zum 8. März anmeldet, kann eines dieser Tickets gewinnen. Detlef Braun von den Kreisverkehrsbetrieben freute sich, dass die Aktion wieder einmal in Saarlouis eröffnet wurde, seien die KVS doch eines von drei Unternehmen, die seit der ersten Stunde im Jahr 1997 dieses vorbildliche Projekt der evangelischen und katholischen Kirche aus tiefster Überzeugung unterstütze. 1997 hätten noch andere Themen auf der obersten Prioritätenstufe bei den meisten Parteien gestanden, heute habe der Klimaschutz eine viel größere Bedeutung, angesichts der täglichen Nachrichten rund um die Welt. „Wir sind uns bewusst, dass wir alle, auch die Verkehrsunternehmen, uns noch mehr anstrengen müssen, um die Erde mit allen Lebewesen für die nachfolgenden Generationen zu schützen“, sagte Braun.

Einige Kirchengemeinde bieten auch in diesem Jahr wieder Fastengruppen an, etwa in Saarbrücken-Brebach. „Wir wollen uns regelmäßig treffen und Erfahrungen austauschen sowie Möglichkeiten erörtern, wie ein nachhaltigeres Leben möglich ist“, berichtet Pfarrer Josef  Jirasek, der sich über weitere Mitstreiterinnen und Mitstreiter freut und auch Fachvorträge in die Treffen einbindet.Kontakt: Evangelische Kirchengemeinde Brerbach-Fechingen-Bliesransbach, Telefon 0681/ 872596, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Weitere Informationen und Anmeldung zur Aktion Autofasten: www.autofasten.de