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Gemeinsame Initiative von ADFC, BUND, Students for Future und VCD fordert Auto-reduzierten Franzenbrunnen

Eine gemeinsame Initiative des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), des Bundes für Umwelt und Natur (BUND), der Students for Future (SFF) und des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) bringt im Rahmen des für die Bebauungsplanung anstehenden 3. Bauabschnitts des Saarbrücker Neubaugebiets Franzenbrunnen eine neue Variante in die Diskussion. Bei dieser werden die Autos der Anwohner aus dem eigentlichen Wohngebiet weitgehend verbannt. Stattdessen sollen sie auf einem nahe gelegenen Quartierparkplatz geparkt werden.

Nach dem Vorschlag wären lediglich unvermeidliche Fahrten (z.B. für den Antransport des Wochenendeinkaufs, und natürlich auch für Krankenwagen, Müllabfuhr etc.) ins Wohngebiet möglich. Nach Aussage von Jan Messerschmidt (ADFC) könnte sogar – einen Punkt aus dem aktuellen Programm der neuen Stadtratskoalition aufgreifend – die normale Zustellung der Paketdienste innerhalb des Gebietes mit Lastenfahrrädern erfolgen. Und auch im Hinblick auf einfachere und komfortablere Lademöglichkeiten für E-Autos würde der Quartierparkplatz höhere finanzielle Vorteile für die Anwohner und die Stadt bringen als das bisherige Konzept. Dieses hält die Initiative insbesondere in diesem Punkt, aber auch grundsätzlich die Bedeutung des Autos betreffend, zudem für nicht wirklich zukunftsfähig, wie Julian Rosemann von Students for Future anmerkt.

Weiterhin argumentiert die Initiative, dass ein solches Kfz-reduziertes Wohngebiet gerade für Familien mit Kindern besonders attraktiv sei, aber auch die Älteren sehr davon profitierten, sich für einen Nachbarschaftsschwatz auf der Straße treffen zu können, und zwar ganz ungestört vom Autoverkehr. Die bessere Raumökonomie (die zudem geringere Anzahl an Autos kann im Quartierparkplatz raumsparender untergebracht werden) sollte daher auch die Kämmerei der Stadt überzeugen. Und Ronald Maltha vom VCD Landesverband Saar und Sprecher des BUND Saarbrücken ergänzt: „Für die Bewohner des Neubauviertels wäre der längere Weg zum geparkten Auto eine zusätzliche Motivation stattdessen das Fahrrad oder den ÖPNV zu nutzen. Das wäre gut fürs Klima, die Umwelt und natürlich für die eigene Gesundheit. Aus diesem Grunde sollten eigentlich alle Wohngebiete in diesem Sinne autofrei sein.“

Die Initiative appelliert daher an die Entscheider, die sich hier bietende Chance nicht ungenutzt verstreichen zu lassen und jetzt ein Alternativ-Konzept erstellen zu lassen, über das dann – im Vergleich mit der Variante gemäß den vorangegangenen Bauabschnitten – die Gremien entscheiden können.