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Aktion für Mindestabstand beim Überholen

Zu enger Überholabstand ist einer der Hauptgründe, warum viele Menschen sich beim Radfahren gefährdet fühlen. In der Straßenverkehrsordnung ist von "ausreichendem Seitenabstand" die Rede, in Gerichtsverfahren (OLG Hamm, Az. 9 U 66/92) wurde festgestellt, dass dieser Seitenabstand zwischen Autos und Radfahrern mindestens 1,5 m betragen sollte. Leider werden diese 1,5 m aber sehr oft nicht eingehalten.

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) vermutet, dass vielen Autofahrern dieses Gebot überhaupt nicht bekannt ist. Mit einer Plakataktion in der Saarbrücker Talstraße haben Aktive des Vereins deshalb auf den Mindestabstand aufmerksam gemacht. Der ADFC verweist auch darauf hin, dass ein Überholen nicht erfolgen dürfe, wenn der Mindestabstand z.B. wegen Gegenverkehr nicht eingehalten werden könne. Hinzu komme, dass die Radfahrer selbst auch zum rechten Straßenrand bzw. zu parkenden Autos einen Mindestabstand einhalten sollten. "Der Abstand zu parkenden Kraftfahrzeugen sollte mindestens einen Meter betragen, um nicht mit plötzlich geöffneten Autotüren zu kollidieren", warnt ADFC-Sprecher Thomas Fläschner. Der ADFC will weitere Aktionen zu dieser Problematik folgen lassen.

Warnwesten mit Aufdruck "1,50 m Abstand" sind bei der Stadt Saarbrücken erhältlich (0681 905-4063).