Nav Ansichtssuche

Navigation

ADFC Saar fordert Investitionen in den Alltagsradverkehr

Von Dieselfahrzeugen verschmutzte Luft, vom motorisierten Verkehr verstopfte Innenstädte, ein mit Bewegungsmangel einhergehender, bundesweit einmalig hoher Krankenstand. Gegen solche gesellschaftlichen Probleme kann die Förderung des Radverkehrs ein Gegenmittel darstellen. Leider wird sein Potenzial gerade im Saarland jedoch immer noch unterschätzt und seine Infrastruktur vernachlässigt. Der ADFC Saar hat deshalb auf seiner Mitgliederversammlung am 14. September 2017 eine Resolution verabschiedet, in der eine massive Mittelerhöhung für den Radverkehr gefordert wird.

.

"Im Kampf gegen Luftverschmutzung setzen Bundes- und Landesregierung weiterhin fast ausschließlich auf den motorisierten Verkehr. Die Mittel aus den Mobilitätsfonds fließen in erster Linie in E-Autos und den ÖPNV. Der Landesverband Saarland des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) kritisiert das weitgehende Fehlen des Alltagsradverkehrs als Lösungsperspektive in der gegenwärtigen Diskussion.

Dabei leidet insbesondere die Fahrradinfrastruktur im Saarland unter einer Jahrzehnte langen Vernachlässigung. Zum Teil wird vorhandene Infrastruktur, wie jüngst in Merzig geschehen, sogar beseitigt.

Flaschenhals Fahrrad-Infrastruktur

Obwohl die Menschen deutlich mehr Fahrräder als Autos besitzen, und das E-Bike boomt, ist der Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr im Saarland sehr niedrig. Flaschenhals ist die schlechte Fahrradinfrastruktur gepaart mit einem fahrradunfreundlichen Verkehrsklima, wie der jüngste Fahrradklimatest einmal mehr eindrücklich belegt hat.

Im Rahmen der bundesweiten Kampagne „ Fahrradland Deutschland. Jetzt!“ wirbt der ADFC für einen Richtungswechsel in der Verkehrspolitik. Wir fordern Vorrang für die Radfahrer, Fußgänger und den ÖPNV, deutlich höhere Finanzmittel und eine Verbesserung der Verkehrssicherheit.

Im Rahmen der geplanten Investitionsoffensive des Landes fordern wir einen Schwerpunkt Radverkehr mit 2 Mio. € jährlich für die nächsten zehn Jahre, verbunden mit einer entsprechenden Personalausstattung und mit dem Schwerpunkt auf die Umsetzung des Radverkehrsplans."